


Für viele Eltern ist die Frage nach einem Geschwisterkind eine ganz normale Überlegung. Doch wenn nach dem letzten Kind eine psychische Erkrankung wie eine postpartale Depression oder Angststörung aufgetreten ist, wird dieser Wunsch oft von Angst überschattet: Könnte sich alles wiederholen? Und was dann? Hinzu gesellen sich aber auch hoffnungsvolle Zukunftszenarien, dass diesmal alles anders laufen könnte. Tatsächlich zeigen Studien, dass eine vorangegangene postpartale psychische Erkrankung das Risiko für ein Rezidiv zwar erhöht (Rasmussen et al., 2017), aber keineswegs garantiert, dass es wieder zu einer Krise kommt (Robertson et al., 2004). Viele Eltern erleben beim Geschwisterkind eine stabilere Zeit, vor allem, wenn sie Unterstützung suchen und gezielt vorsorgen.
Stand: Frühling 2026
Vorstandsmitglied & Psychotherapeutin Praxis «Familie entsteht»