
«Ich wirkte nicht depressiv. Aber ich war es. Selbst die Menschen, die mir am nächsten standen, haben es kaum bemerkt – und sagten: «Es geht vorbei.» Es ging aber nicht vorbei. Nicht von alleine. Und im Tessin gab es damals noch nichts wie Periparto.»
Engagement für Periparto Schweiz
Die postpartale Depression hat mich still erwischt – unsichtbar, schleichend, und lange nicht als das erkannt, was sie war. Trotz eines langen therapeutischen Weges und der Begleitung meines Psychiaters hat mich die Zeit nach der Geburt meiner Tochter an einen Ort geführt, den ich mir nie hätte vorstellen können. Was ich dabei gelernt habe: Hilfe zu suchen ist keine Schwäche. Und mit der richtigen Unterstützung kann man gesunden.
Aus dieser Erfahrung ist ein Engagement gewachsen. Ich habe den Verein creiAMOci gegründet und RESET ins Leben gerufen – eine Selbsthilfegruppe für Eltern in Krisen. Heute begleite ich als Peer bei Periparto Schweiz andere Eltern, weil niemand diesen Moment alleine durchstehen sollte. Ich erzähle meine Geschichte, wann immer ich kann. Denn die postpartale Depression ist kein Tief, das von selbst vergeht. Sie ist eine Erkrankung und sie will erkannt und behandelt werden.